Bezirksorganisation Mistelbach

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Welle der Gewalt an Frauen entgegenwirken

Aufgrund der aktuellen Welle von Gewalt an Frauen erleben die Gewaltschutzeinrichtungen und Frauenhäuser momentan einen starken Zuspruch. „Es ist mir aber wichtig, darauf hinzuweisen, dass dennoch jede von Gewalt betroffene Frau bei Bedarf Schutz und Zuflucht in einem unserer Frauenhäuser findet“, berichtet das zuständige Landesregierungsmitglied für die NÖ Frauenhäuser, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, nach einem Rundruf bei den NÖ Frauenhäusern: „Keine Frau braucht Angst zu haben, abgewiesen zu werden. Es gibt freie Plätze und die geschulten MitarbeiterInnen der Frauenhäuser helfen sofort unbürokratisch und parteilich für die Opfer.“

In Niederösterreich existiert ein großes Angebot an Unterstützungsmaßnahmen für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Im Bereich der Frauenhäuser stehen flächendeckend an sechs Standorten insgesamt 62 Plätze zur Verfügung. Außerdem werden elf weitere Plätze in Notwohnungen angeboten. Hinzu kommen noch Unterkunftsmöglichkeiten für Kinder. „Was hingegen in diesem Zusammenhang fehlt, ist eine länderübergreifende einheitliche Regelung sowie die dafür notwendigen Bundesmittel, um bei Hochrisikofällen schutzsuchende Frauen und ihre Kinder weit genug weg vom Täter in anderen Bundesländern in Sicherheit bringen zu können. Parallel dazu ist auch unbedingt notwendig, das von ExpertInnen thematisierte verpflichtende Anti-Gewalt-Training für Personen, die im Zuge häuslicher Gewalt weggewiesen wurden, in Angriff zu nehmen“, fordert Königsberger-Ludwig, die kürzlich begonnenen Gespräche zwischen Bund und Ländern aus Anlass des angekündigten Gewaltschutzpaktes der Bundesregierung rasch zu finalisieren.

Abschließend appelliert Landesrätin Königsberger-Ludwig an alle Frauen, die von Gewalt betroffen sind, die vielen Hilfsangebote auch zu nützen. „Bitte nehmen Sie diese Hilfe in Anspruch, wenn Sie Opfer von Gewalt geworden sind. Die Frauenhelpline gegen Gewalt unter 0800/222 555 und das NÖ Frauentelefon unter 0800/800 810 bieten jederzeit anonyme Hilfe und kostenlose Erstberatung an.“