Bezirksorganisation Mistelbach

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SPÖ Weinviertel trauert um Rudi Hundstorfer

Er war immer da, wenn man ihn gebraucht hat. Das hat Rudolf Hundstorfer auch im Weinviertel bewiesen, als es darum ging, Kündigungen zu verhindern und in Großbetrieben wie Gebauer & Griller durch die Einführung der Kurzarbeit Arbeitsplätze zu sichern. Damals ist Hundstorfer in seiner Funktion als Sozialminister nach Poysdorf gekommen um persönlich mit den Unternehmensverantwortlichen zu sprechen. Doch auch in anderen Betrieben des Weinviertels war er ein interessierter Besucher.


Umso erschütternder findet die Weinviertler Nationalrätin Melanie Erasim das überraschende Ableben des kämpferischen Gewerkschafters und ehemaligen ÖGB-Chefs sowie Ministers, der zuletzt auch für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert hatte und bis zu seinem Ableben Präsident der Bundessportorganisation BSO war.
„Im Namen aller SPÖ-Funktionäre des Weinviertels möchte ich der Familie und den Angehörigen von Rudi Hundstorfer mein tiefes Beileid aussprechen. Wir trauern um ein politisches Vorbild, einen Weggefährten, Freund und Kämpfer, der Zeit seines Lebens gestaltet hat und das Leben der einfachen Menschen besser machen wollte und auch in vielen Bereichen besser gemacht hat“, sagt NR Erasim, die noch vor drei Wochen mit Hundstorfer telefoniert hatte.


Rudolf Hundstorfer ist am 20. August im Urlaub auf der kroatischen Insel Brac an einem Herzinfarkt gestorben. Er wurde 67 Jahre alt und hätte am 19. September seinen 68. Geburtstag gefeiert.
Hundstorfer kam am 19. September 1951 in einfachen Verhältnissen in Wien zur Welt. Er interessierte sich früh für Politik -      zunächst war er Jugendvertrauensmann beim Magistrat der Stadt Wien, dann Personalvertreter. Über 17 Jahre saß Hundstorfer im Wiener Gemeinderat, bevor er in die Bundespolitik ging.


«Mit ihm verliert die Sozialdemokratie eine Persönlichkeit, die sich durch ihre Fähigkeit zur Vermittlung über alle Parteigrenzen hinweg auszeichnete und immer ganz im Stil eines wahren Staatsmannes agierte», so NR Melanie Erasim.