Bezirksorganisation Mistelbach

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Mehr Augenmerk auf Kleinbetriebe

Nach dem Wegfall eines Nettozahlers (Stichwort Brexit) werden die zu verteilenden Mittel der EU kleiner. Daher fordert der Spitzenkandidat der SPÖ-Bauern des Bezirkes Mistelbach für die Landwirtschaftskammerwahl, Leopold Gail, vor allem die Klein- und Familienbetriebe stärker zu fördern und das Geld nicht an Großkonzerne zu verteilen, die ohnedies wirtschaftlich arbeiten können. „Wir müssen dem Sterben der Kleinbauern im Weinviertel endlich durch gezielte Fördermaßnahmen einen Riegel vorschieben. Ein Kleinbetrieb, der z.B. Apfelsaft erzeugt, braucht unsere spezielle Aufmerksamkeit – nicht die Großkonzerne“, sagt Leopold Gail. Ganz abgesehen davon, dass bei einem regionalen Hersteller die Lieferwege kurz sind und die Umwelt geschont wird, sich in der Regel die Qualität auf höchstem Niveau befindet und Arbeitsplätze in der Region gesichert werden.


Für die Kleinbauern soll es für die ersten 20 Hektar 150 Euro/ha mehr an Ausgleichszahlung geben, damit ein finanzieller Grundstock gesichert ist. „Wir sprechen immer von der schönen Weinviertler Landschaft, die auch unsere Gäste z.B. aus Wien so schätzen, und fragen nie, wer diese Landschaft pflegt und was diese Arbeit wert ist. Und auch die Einrichtung der bei den Touristen so beliebten Hofläden sollte eine höhere Förderung wert sein“, sagt Gail.
Obendrein müsse die unsägliche Diskussion über umstrittene Pflanzenschutzmittel einer engen und transparenten Zusammenarbeit zwischen Forschung und Landwirtschaft weichen.  Die Industrie müsse erprobte Mittel zur Verfügung stellen, die ihren Zweck erfüllen ohne z.B. bei den Bienen Schaden anzurichten. Denn derzeit seien viele Bauern verunsichert und wären für effektive Ratschläge dankbar. „Oder wenn jemand einen Wald anpflanzt und dank der Klimaänderung dann der Käfer drin ist, braucht dieser Landwirt Unterstützung jeglicher Art, um nicht vor dem Ruin zu stehen“, so Gail.


Umgekehrt müsse man aber auch die Konsumenten dafür sensibilisieren, dass bei den Super-Billigangeboten der Großmärkte für den Landwirt zu wenig übrig bleibt, um davon leben zu können. Und wenn die Ware aus fernen Ländern stammt, gibt es auch zu wenig Kontrolle, was den Einsatz von Spritzmitteln betrifft. „Geiz ist nicht geil, Geiz vernichtet die Kleinbauern und ist ungesund“, so Leopold Gail.


Was die Landwirtschaftskammerwahl am 1. März 2020 betrifft, so geht es für die SPÖ-Bauern um den Einzug in die Landes-Landwirtschaftskammer. In der Bezirksbauernkammer sind die SPÖ-Bauern derzeit mit Leopold Gail und Karl Kleindienst vertreten. Weitere Kandidaten für die Wahl am 1. März sind Erich Antrey aus Ketzelsdorf, Josef Mayer aus Ketzelsdorf und Johann Loley aus Asparn/Zaya.


„Mir ist es wichtig, miteinander zu Zielen zu kommen und gleichzeitig eine Kontrollfunktion auszuüben. Daher bitte ich alle Landwirte und Besitzer landwirtschaftlicher Grundstücke, die der SPÖ nahe stehen, ihr Wahlrecht auch auszuüben und uns in unserer Tätigkeit den Rücken zu stärken“, betont Leopold Gail.