Bezirksorganisation Mistelbach

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Bahnschließung empört die Pendler

Nach Bekanntwerden der geplanten Bahnlinienschließung Schweinbarther Kreuz ist die Unsicherheit bei den PendlerInnen und BürgermeisterInnen in der Region, sowie bei den ÖBB-Bediensteten groß. LT-Präsidentin Karin Renner betont, dass sich die SPÖ NÖ keinem vernünftigem Konzept verschließen werde, weist jedoch darauf hin, dass die ÖVP NÖ im Herbst noch versichert habe, keine Bahnlinien zu schließen: „Nach dem Sinneswandel der ÖVP, muss nun rasch ein innovatives, umfassendes Verkehrskonzept umgesetzt werden, bei dem es für die PendlerInnen aus der Region zu keinen Nachteilen kommt. Die Unsicherheit innerhalb der Bevölkerung ist groß – niemand weiß genau, wie es ab Dezember weitergehen soll.“

Nationalrätin Melanie Erasim verweist darauf, dass die Bahnlinie Schweinbarther Kreuz auch in der, vom bmvit geschalteten, Vorankündigung für die Verkehrsdiensteverträge aufgeschienen ist: „Dass diese Pläne nun ad acta gelegt werden, ist für die Menschen in der Region ein schwerer Schlag! Für viele PendlerInnen wird der Weg zum Arbeitsplatz nun um ein Vielfaches erschwert.“

Die Regionalbahnen seien im Bezug auf den Öffentlichen Verkehr besonders für den ländlichen Raum eine wichtige Stütze, so Renner und Erasim abschließend: „Mit der Schließung von Bahnlinien komme es unweigerlich dazu, dass sich der Verkehr von der Schiene auf die Straße verlagert. Das Bekenntnis zur Attraktivierung und zur Stärkung des Öffentlichen Verkehrs verkommt somit zu einer leeren Worthülse. Anstatt günstige und leistbare öffentliche Verkehrsmittel zu forcieren, werden die PendlerInnen zum Umstieg auf den Individualverkehr gezwungen. Damit muss Schluss sein! Wir werden bei unserer Forderung nach einem 365-Euro-Jahresticket und dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel hartnäckig bleiben, um endlich eine tatsächliche Entlastung, sowohl für die PendlerInnen als auch für die Umwelt, zu gewährleisten!“