Bezirksorganisation Mistelbach

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117 % mehr jugendliche Arbeitslose!

Das ist die höchste Steigerungsrate aller Altersgruppen! Dazu kommt, dass derzeit viel zu wenige Lehrlinge aufgenommen werden, da viele Betriebe momentan andere Sorgen haben, als die Ausbildung der Jugendlichen.
Mistelbach ist damit im Weinviertel der am schlimmsten betroffene Bezirk, was die Jugend-Arbeitslosigkeit betrifft. Sieht man sich die Steigerungsraten bei den arbeitslosen  Unter-25-Jährigen in den Nachbarbezirken an, liegt diese weit niedriger (GF 79,7 %, HL 62,6 %) - was immer noch dramatisch genug ist.
„Das können und dürfen wir so nicht hinnehmen. Es braucht dringend eine Jugend-Beschäftigungsinitiative und verstärkte Anreize an die Betriebe, wieder mehr Lehrlinge aufzunehmen“, sagt die Mistelbacher SPÖ-Vorsitzende Melanie Erasim. „Wir müssen alles tun, um den jungen Menschen einen Start ins Berufsleben zu ermöglichen und ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben.“
Ähnlich schlimm wie bei den jungen Leuten sehen die Zahlen der 25- bis 50-Jährigen aus: Hier gab es im Bezirk Mistelbach im Vergleich mit dem Mai des Vorjahres eine Steigerung von 53,2 % bei den Arbeitslosen. Und auch die Generation 50+ sieht derzeit wenig Licht am Horizont (absolute Zahlen siehe Tabelle unten).
„Hier könnte das Vorantreiben wichtiger Projekte wie die Attraktivierung von S2 und Nordbahn oder die Reaktivierung des Schweinbarther Kreuzes inklusive Anschluss an das Wiener U-Bahn-Netz in Leopoldau rasch zahlreiche für unsere Region so wichtige Arbeitsplätze schaffen“, ist Bezirksvorsitzende Melanie Erasim überzeugt. „Doch auch das Pendeln muss beschleunigt und das 1-2-3-Ticket eingeführt werden, damit die Menschen aus unserer Region einen leichteren Zugang zu Arbeitsplätzen z.B. in Wien bekommen.“
Dem schließt sich auch Landesparteivorsitzener LHStv. Franz Schnabl an und bringt den Ausbau des 5-G-Netzes ins Spiel: „Das würde die Wirtschaft ankurbeln und auch für eine Beschleunigung der Online-Möglichkeiten im Bezirk Mistelbach sorgen, wo derzeit noch vielerorts www nichts anderes bedeutet, als weltweites warten.“ 
„Die richtig große Krise steht uns aber noch bevor. Wir rechnen mit 10 bis 15 % Wirtschaftsleistungseinbruch, das wären 1 Million Arbeitslose am 1. Dezember 2020 - also doppelt zu viele wie derzeit. Und viele in der Corona-Krise gekündigte Menschen würden ab Herbst nicht einmal mehr Arbeitslosengeld bekommen und müssten um Mindestsicherung ansuchen. Hier muss man schnellstens gegensteuern“, so Franz Schnabl weiter. Die SPNÖ fordert daher eine Steuerreform noch im Juli, Konjunkturprogramme in ALLEN Sparten und 1.700 Euro netto steuerfrei, weil die Kleinen nicht draufzahlen dürfen und hier ohnedies jeder Euro wieder in Umlauf gebracht werden würde, was letztlich auch gut für die Wirtschaft wäre.